Kammerorchester Plochigen
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nächste Veranstaltung
Das nächste Konzert findet am Sonntag, 15.10.2017 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen statt. Zur Aufführung kommen diesmal Werke von Vivaldi (Gitarrenkonzert), Respighi und die 1. Sinfonie von Franz Schubert. Dazu möchten wir jetzt schon herzlich einladen! Auch sind uns interessierte Mitspieler stets willkommen (s. rechts).


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Aktuelles:

Das 1980 gegründete Kammerorchester Plochingen e.V. im Landkreis Esslingen besteht zur Zeit aus etwa 30 Laienmusikern (Streichern und Bläsern), die jeden Dienstag ab 20 Uhr ihrer Liebe zur Orchestermusik nachkommen. Neue Mitglieder zum Mitspielen sind jederzeit willkommen (Kontaktdaten siehe rechts)!

Das letzte Konzert des Plochinger Kammerorchesters fand am Sonntag, 2.4.2017 um 18 Uhr statt - hier das Programm:




Die Konzertkritik aus den "Plochinger Nachrichten" vom 12.April 2017: <

Zum Programm:

Richard Wagner: Ouvertüre zur Oper ,,Tannhäuser"
Das Leben des ritterlichen Sängers Tannhäuser bewegt sich zwischen zwei Polen. Zum einen verliert er sich an die Welt der Liebesgöttin Venus in besinnungsloser, wilder, dionysischer Leidenschaft. Auf der anderen Seite findet er aber wieder zurück zu persönlicher, maßvoller, apollinischer Liebe. Dieser Zwiespalt ist auch ein Leitfaden in der Ouvertüre zur gleichnamigen Oper. Sie beginnt mit dem gemessenen Pilgerchor und dem Reuemotiv. Danach brausen hitzige Motive aus der Venusberg-Szene auf, bevor der erneut einsetzende Pilgerchor den Erlösungsschluss der Oper triumphal vorwegnimmt.

Antonin Dvorák: Konzert für Violoncello und Orchester h-moll opus 104
1892 war Dvorák Direktor des New Yorker Konservatoriums geworden; sein Amerikaaufenthalt war ein künstlerischer Erfolg. Befriedigend war auch seine wirtschaftliche Situation, da ihn eine Mäzenin großzügig unterstützte. Mit seiner Sinfonie ,,Aus der neuen Welt" war ihm ein Welterfolg gelungen, sein Vertrag war um zwei Jahre verlängert worden. Dennoch zog es ihn wieder in die Heimat nach Tschechien zurück. Einen Teil seiner Familie hatte er zu Hause lassen müssen. Immer stärker litt er unter quälendem Heimweh nach seiner Heimat Böhmen. In den sehnsuchtsvollen Wendungen des in dieser Situation komponierten Cellokonzerts spiegelt sich seine damalige Seelenlage wider. Dass es ein überaus persönliches Werk ist, lässt sich auch daran erkennen, dass er im langsamen Satz seiner Schwägerin, der Gräfin Kaunitz, gedenkt: Als junger Mann hatte er sich in die damals 15jährige verliebt. Eine enge freundschaftliche Beziehung blieb zeit seines Lebens lebendig. Nun erreichte ihn die Nachricht von ihrer schweren Erkrankung - und er zitiert im Mittelteil des Adagios ihr Lieblingslied ,,Lass mich allein", aus seinem Liederzyklus opus 82 . Als dann im Mai 1895, einen Monat nach seiner Rückkehr, die Gräfin starb, nahm er sich die schon abgeschlossene Partitur des Konzerts noch einmal vor, um im Finale gleichsam einen Gedenkstein für sie zu errichten: Unmittelbar vor dem Schluss strich er vier Takte und fügte 60 Takte (T.449 - 508) ein, in denen er den lyrischen Ausklang fortspinnt und das Hauptmotiv des ersten Satzes wie auch das Liedzitat aus dem Adagio wieder aufgreift. Für Dvorák war dieser Moment des Abschiednehmens heilig. Deshalb kam es mit dem für die Uraufführung vorgesehenen Cellisten Wihan zum Zerwürfnis. Der wollte lyrische Teile kürzen und das Konzert durch virtuose Passagen und eine eigene ausladende Kadenz ,,aufmotzen", um seine Könnerschaft eindrucksvoller zeigen zu können. Dvorák dagegen: ,,Das Finale schließt allmählich diminuendo wie ein Hauch, mit Reminiszenzen an den ersten und zweiten Satz. Das Solo klingt aus bis zum pianissimo, dann ein Anschwellen und die letzten Takte übernimmt das Orchester und schließt in stürmischem Tone. Das war so meine Idee und von der kann ich nicht ablassen." Dieser Schluss krönt ,,eine Komposition von überwältigender Innigkeit, die auch noch im schmerzvollsten Augenblick grandios ist." (Philippe Simon)

Jean Sibelius: Sinfonie Es-Dur opus 82 (1915/ 1919)
Jean Sibelius wurde in Finnland unter dem Vornamen Janne in eine schwedischsprachige Familie hineingeboren. Der junge Komponist fand später im Nachlass seines Onkels einen ,,Packen Visitenkarten, auf denen dessen Vorname nach damaliger, unter Handelsschiffern üblicher Sitte auf französisch geschrieben war: Jean Sibelius." Diese Visitenkarten nahm zwei Jahrzehnte später sein Neffe in Gebrauch. Allgemeine Anerkennung genoss er in seiner finnischen Heimat. Eine Staatsrente sicherte ihm finanzielle Unabhängigkeit. Allmählich mutierte er zum kulturellen ,,Staatsheiligen": Sein Porträt zierte die 100 Finnmarknote, ein neu entdeckter Asteroid bekam seinen Namen. Er wurde 1915 von der finnischen Regierung beauftragt, eine Sinfonie aus Anlass seines 50. Geburtstags zu schreiben, der zum nationalen Feiertag deklariert wurde. Das war die unter großem Zeitdruck komponierte fünfte Sinfonie, die, wie die vorhergehenden vier an seinem Geburtstag am 8. Dezember uraufgeführt wurde. An der Schwelle zur Moderne war Sibelius bemüht, einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Es ging ihm darum, tonale Strukturen neu zu ordnen, ohne wie die Zwölftöner um Schönberg zur Atonalität überzugehen. ,,Meine Musik hat nichts, absolut nichts von Zirkus; was ich zu bieten habe, ist klares, kaltes Wasser." Die Urteile der Musikwissenschaftler über die Struktur der fünften Sinfonie sind disparat: vier Wissenschaftler- fünf Meinungen... Soviel ist unstrittig: Der erste Satz beginnt mit einem Hornruf, der bereits viel vom musikalischen Material enthält. Der Satz zerfällt in zwei Teile, der im raschen 3/4Takt daherkommende zweite hat die Form eines Scherzos. Der zweite, ruhige Satz enthält mehrere Variationen zu einem Thema, das von den Streichern in pizzicato vorgetragen wird. Im dritten Satz taucht in den Hörnern ein Motiv auf, zu dem Sibelius in seinen Tagebüchern notierte, er habe 16 Schwäne über den See bei Ainola fliegen gesehen; dieser Abschnitt mit seiner elegischen Melodie in Streichern und Holzbläsern wird deswegen auch als ,,Schwanenhymne" bezeichnet. In einer Reihe von Pop-Songs taucht dieses Schwanenruf-Motiv inzwischen immer wieder auf. Die Sinfonie endet so schlicht wie ungewöhnlich: Legendär sind die sechs abschließenden Orchesterschläge, unterbrochen von unregelmäßigen, langen Pausen, deren Auslegung viele Möglichkeiten bietet: autoritär, nervös, witzig oder launig... Hören Sie zu!

Ulrich Kernen

Bilderarchiv




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Wir suchen:
- interessierte Mitspieler, die ein Orchesterinstrument spielen!

Interesse? Wir proben immer dienstags 20:00-22:00 im Musiksaal des Gymnasiums Plochingen. Die erste Probe für das nächste Projekt wird am 25.4.2017, dem Dienstag nach den Osterferien, sein. Interessierte können sich jederzeit melden.
Probenplan des laufenden Projekts





 
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