Kammerorchester Plochigen
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Nächste Veranstaltung
Unser nächstes geplantes Konzert ist für Sonntag , 30.10.2022 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Auf dem Programm stehen u.a. die 1. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie die Ouvertüre im italienischen Stil D-Dur von Franz Schubert.


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Aktuelles:

Das 1980 gegründete Kammerorchester Plochingen e.V. im Landkreis Esslingen besteht zur Zeit aus etwa 30 Laienmusikern (Streichern und Bläsern), die jeden Dienstag ab 20 Uhr ihrer Liebe zur Orchestermusik nachkommen. Neue Mitglieder zum Mitspielen sind jederzeit willkommen (Kontaktdaten siehe rechts)!


Das Kammerorchester wurde im Jahr 2020 40 Jahre alt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir leider kein Jubiläumskonzert veranstalten. Nach zwei Jahren Pandemie mit immerhin zwei Konzerten des Kammerorchesters, allerdings mit sehr kleiner Besetzung, konnten wir dieses Mal wieder ein ganz besonderes Konzert mit sehr großer Besetzung präsentieren. Unser Programm umfasste ein spektakuläres Konzert für 2 Klaviere und Orchester von Francis Poulenc sowie mit der 3. Sinfonie von Johannes Brahms eines der wichtigsten Werke der Romantik.

Die Esslinger Zeitung schrieb zu diesem Konzert in ihrer Ausgabe vom 30.3.2022:

Zum Programm:

Francis Poulenc (1899 – 1963): Das Doppelkonzert d-moll für zwei Klaviere und Orchester verdankte seine Entstehung einigen zufälligen Ereignissen. Poulenc entstammte einer vermögenden Industriellenfamilie. Seine Mutter, eine vorzügliche Pianistin und Pädagogin, unterrichtete ihn früh und weckte in ihm die Liebe zu Mozart, Chopin und Schubert, daneben auch zu kurzweiliger Kaffeehausmusik. Als 15jähriger schwärmte er für Strawinsky und Debussy. Diese Mischung prägte ihn, der nie ein Konservatorium von innen erlebt hat. Als Pianist und als Komponist war er stolz darauf, als Autodidakt groß geworden zu sein, der sich nicht immer an die üblichen Regeln zu halten hatte… Er mischte immer wieder „falsche Noten“ in seine Stücke, um eine ironische Distanz zum Üblichen herzustellen. Witz, Pointen und virtuosen Einfällen konnte er nicht widerstehen. Ein zweiter glücklicher Zufall öffnete ihm die Tür zur großen Bühne der europäischen Musik: die Nähmaschine Singer! Winnaretta Singer, die Tochter des amerikanischen Großindustriellen, führte in Paris einen vielbesuchten Musiksalon, in dem sie zahlreiche Talente entdeckte, die sie großzügig finanziell förderte. Beim jungen Poulenc gab sie 1932 ein Konzert für drei(!) Klaviere und Orchester in Auftrag. Weil ihr bekannt war, dass er sich leicht verzettelte, bot sie ihm die Chance, das Werk bei einem Festival in Venedig aufzuführen. Poulenc war in der Rekordzeit von zweieinhalb Monaten fertig. Die Uraufführung im Herbst mit dem Orchester der Mailänder Scala war ein durchschlagender Erfolg. Poulenc gab an, dass ihm Ravel und Mozart bei der Konzeption des Konzerts als Inspiratoren gedient hätten. Das Werk durchzieht eine unbekümmerte Spielfreude, die aus verschiedenen Quellen gespeist wurde. Im Mittelsatz traut man seinen Ohren nicht: Mit lupenreinem Mozartklang verbeugt sich Poulenc vor seinem großen Vorbild. Vitaler, unwiderstehlicher Schwung treibt die schnellen Ecksätze, die durch witzige und freche Passagen aufgelockert werden. Auch hypnotische, langsame Teile sind darin eingewoben. Und das Ganze ist ineinander verschmolzen. Wegen dieser Vitalität hat das Konzert bis heute einen festen Platz in den Programmen der Pianisten.

Johannes Brahms: Symphonie Nr.3 F-Dur op. 90 :
„Wiesbaden, Geisbergstraße 19 bei Frau von Dewitz“: Das ist alles, was man über die Entstehung der Dritten weiß – nämlich: nichts! Er hatte sich im Sommer 1883 dort eingemietet, um nach nur vier Monaten Vorarbeit das Werk in Ruhe abzuschließen. Sie ist die kürzeste, kompakteste und persönlichste unter seinen vier Symphonien. Mit diesem kalkulierten „Ausschweigen“ lenkte er die Konzentration der Neugierigen auf die Musik selbst, auf den Bauplan der Partitur. Kritiker und Musikkollegen lobten sie als das Beste, was er bisher geschaffen habe. Sofort eroberte sie die Konzertsäle, nur bei der Uraufführung in Wien gab es zischende Proteste einer „Truppe der Wagner– Brucknerschen ecclesia militans“. Was war anders als in den beiden Vorgänger – Symphonien? In ihnen hörte er noch auf Schritt und Tritt den „Riesen“ (Beethoven) hinter sich marschieren. Jetzt hatte er sich davon emanzipiert; nur noch einmal klopft im letzten Satz Beethovens Fünfte an die Tür… Diese neu gewonnene Unabhängigkeit zeigt sich in den permanenten rhythmischen Verschiebungen und im Hin- und Hergleiten zwischen Dur und Moll, was von den Ausführenden hohe Konzentration verlangt. Das Ohr der Zuhörerinnen und Zuhörer wird durch viele Gefühlslandschaften geführt bis zu unerwarteten, verklärten Satzschlüssen im Pianissimo. Die beiden zarten Mittelsätze sind das emotionale Zentrum des Werks. Im Andante zaubern die Holzbläser im Wechsel mit den tiefen Streichern schlichte Volksliedklänge, die in einen Choral übergehen. Clara Schumann fasste dazu ihre Eindrücke zusammen: „Im zweiten die reine Idylle, belausche ich die Betenden an einer Waldkapelle, das Rinnen der Bächlein, Spiel der Käfer und Mücken - das ist ein Schwärmen und Flüstern um einen herum.“ Danach steht an Stelle eines Scherzos ein Poco Allegretto, ein „Lied ohne Worte“, in dem eine leichte Tanzbewegung verborgen ist. Hier ereignen sich immer wieder magische Momente, deren pure Schönheit einen sprachlos macht. Das Gegengewicht dazu sind die beiden Randsätze. Eine grandiose Bläserfanfare zu Beginn versetzt alles in Hochstimmung und im Finale bricht ein Allegro-Sturm los, der in ein unerwartetes Ende mündet… Der Brahms – Freund Antonín Dvořák fand das treffende Fazit: „Das Herz geht einem auf dabei!“

Ulrich Kernen

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Wir proben immer dienstags 20:00-22:00 im Gymnasium Plochingen. Die erste Probe für das neue Projekt ist am 26.4.2022. Genaue Informationen im aktuellen Probenplan. Achtung: Der Termin für die Hauptprobe wurde geändert (s. Probenplan)





 
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