Kammerorchester Plochigen
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Nächste Veranstaltung
ES GEHT WIEDER LOS! Unser nächstes geplantes Konzert Sonntag , 24.10.2021 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Auf dem Programm stehen Werke von Joseph Haydn, Antoine Mahaut und Antonin Vranitzky.


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Aktuelles:

Das 1980 gegründete Kammerorchester Plochingen e.V. im Landkreis Esslingen besteht zur Zeit aus etwa 30 Laienmusikern (Streichern und Bläsern), die jeden Dienstag ab 20 Uhr ihrer Liebe zur Orchestermusik nachkommen. Neue Mitglieder zum Mitspielen sind jederzeit willkommen (Kontaktdaten siehe rechts)!


Unser nächstes Programm befasst sich mit Werken aus der Zeit der Wiener Klassik. Dabei kommen diesmal auch Werke weniger bekannter Komponisten zu Gehör. Unter anderem wird zu hören sein

Antoine Mahaut (1719-1785): Sinfonia I in D-Dur
Antonin Vranicky (oder Wranitzky) (1761-1820): Sinfonia in Es-Dur
Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonia Nr. 44 in e-Moll




Das Konzert kann wieder mit normaler Konzertbestuhlung durchgeführt werden, allerdings unter Beachtung der 3G-Regeln: Bringen Sie bitte einen Impf- oder Genesenennachweis oder alternativ ein negatives Testergebnis einer zertifizierten Teststelle mit, den Sie bitte auf Verlangen vorzeigen. Während des gesamten Konzerts besteht für das Publikum Maskenpflicht. Vielen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Zum Programm:

Plochinger Neuentdeckungen

Antonín Vranický (1761-1820) (auch: Anton Wranizky/ Wraniczky) Sinfonia in Es-Dur.
Geboren in Neureisch (Mähren), wurde er von seinem berühmten Halbbruder Paul ins Violinspiel eingeführt und galt selbst schon früh als Virtuose auf seinem Instrument. Zunächst studierte er Philosophie und Jura in Brünn, folgte dann aber seinem inzwischen als Geiger und Dirigent erfolgreichen Bruder nach Wien. Dort entschloss er sich auch, die Musik zu seinem Lebensberuf zu machen. Er hatte das Glück, bei Mozart und Haydn, mit denen Paul befreundet war, Kompositionsunterricht zu haben. Bald stand er auf eigenen Beinen: Als Violinvirtuose und Lehrer war er gesucht; er gilt sogar als Mitbegründer des Wienerischen Violinstils. Fürst Lobkowitz engagierte ihn als Komponisten, Lehrer, Konzertmeister und Kapellmeister. Damit näherte er sich Joseph Haydn. Es ging jedoch weiter bergauf: Er folgte seinem Bruder als Orchesterdirektor ans Burgtheater und ans Theater an der Wien, beides erste Häuser ihrer Art. Mit Mozart und Beethoven, mit denen er befreundet war, wurde er zu seiner Zeit auf eine Stufe gestellt. Alle seine Kinder hatten eine glänzende Künstlerkarriere. Heute ist der Star von damals nahezu vergessen.

Joseph Joachim Raff (1822-1882) Sinfonietta F-Dur opus 188 . Der zu seiner Zeit berühmte Komponist wurde in der Schweiz geboren. Seine musikalische Begabung hatte er von seinem Vater geerbt, der wegen der Französischen Revolution aus Süddeutschland geflohen war. Raff begann als Lehrer, gab das Amt aber auf, als er in Zürich mit Felix Mendelssohn- Bartholdy in Verbindung kam. Danach fand er Anschluss an Franz Liszt, dessen Werke er zum Teil instrumentierte. Ab 1877 war er Direktor an einem privaten Konservatorium in Frankfurt. Wie viele andere verschwand er für lange Zeit komplett aus dem Bewusstsein der Musikerinnen und Musiker. Erst 1964 wurde er wiederentdeckt, viele seiner Werke warten noch auf eine Renaissance. Seine Sinfonietta für 10 Bläser knüpft an die Tradition der klassischen Harmoniemusiken (Serenaden, Divertimenti) an. Das reizvolle Werk weist die Besetzung eines doppelten Bläserquintetts auf (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott). Raff nutzt die zahlreichen Klangkombinationen meisterlich. Blühende Melodien und originelle Einfälle machen die „kleine Sinfonie“ zu einem dankbaren Stück, in dem der Komponist den Künstlern recht virtuose Aufgaben zuweist. Seit der ersten Einspielung in den sechziger Jahren wird das immer noch selten zu hörende Werk allmählich als Meisterwerk gewürdigt.

Antoine Mahaut (auch: Anton Mahault) (um 1719-1785) Sinfonia Nr.1 . Man weiß nicht viel über den gebürtigen Belgier. Er war Komponist, Flötist und Musikredakteur – so viel ist sicher. Von seinem Vater ausgebildet, kam er mit 15 Jahren in eine Stellung als Musiker beim Bischof von Namur. Mit 17 reiste er nach London; dort veröffentliche ein Verleger sein Erstlingswerk, die „Six Sonatas or Duets“. Die Mehrzahl seiner Werke schrieb er für sich und seine Flötenschüler: Duette, Sonaten und technisch anspruchsvolle Flötenkonzerte. Eine Flötenschule veröffentlichte er in Paris und Amsterdam; sie machte ihn überregional bekannt. Auch 12 Sinfonien gehören zu seinem Oeuvre; deren Stil orientiert sich nach Meinung von Musikwissenschaftlern an Carl Stamitz oder Francois-Joseph Gossec. Sein Leben nahm jedoch eine unangenehme Wendung. 1760 flüchtete er aus Amsterdam wegen unbezahlter Schulden und tauchte in Paris unter. Seinen Lebensabend verbrachte er schließlich in einem französischen Kloster, wo er sich vor seinen Gläubigern versteckte.

Joseph Haydn (1732-1809) Sinfonie Nr.44 e-moll . Das Werk entstand 1770/1771 am Hof des Erzherzogs Esterhazy in Eisenstadt. Es steht im Zeichen eines allgemeinen Umbruchs, der in der Kulturgeschichte als „Sturm und Drang“ bezeichnet wird. In der Musik werden die Konventionen der höfischen Unterhaltungskunst gesprengt. Leidenschaft, Individualität und Genialität brechen sich Bahn. Auch Haydn suchte nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten: Ungeahnte Spannungen und Gefühlswallungen finden sich in den vorwärtsdrängenden Ecksätzen. Von schmerzlicher Resignation und ausdrucksvoller Empfindung sind die Mittelsätze durchzogen. Selbst die seither übliche Satzreihenfolge ist aufgebrochen, indem der langsame Satz an die dritte Stelle rückt. Die Rebellion ging bis ins Detail: Unerwartete Harmonien, expressive Chromatik, gehäufte Synkopen, Einsatz des Dämpfers (3. Satz), Baumuster des Kanons (2. Satz), ausladende Unisono -Passagen, differenzierte Dynamik und vieles mehr verleihen der Musik ein neues, individuelles Kolorit. Den Beinamen „Trauersinfonie“ erhielt die Sinfonie übrigens erst 1868, wohl um sie verkaufsfördernd aus dem Meer der 104 Sinfonien des Komponisten herauszuheben. Der Legende nach soll Haydn gewünscht haben, dass bei seiner Beerdigung einst der dritte Satz gespielt werde (was dann nicht erfolgte). Diese innig -verklärte Musik erklang erst 1809 bei einer Haydn-Gedenkfeier in Berlin.

Ulrich Kernen

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ES GEHT WIEDER LOS! Trotzdem gilt wegen des Corona-Virus gilt weiterhin folgender geänderter Probenplan:
Wir proben immer dienstags 20:00-22:00 im Gymnasium Plochingen (Ausnahme: 15.6., 22.6. im evangelischen Gemeindehaus, Hermannstraße). Nach den Sommerferien ab 14.9. Probentag am 9.10., Hauptprobe am 19.10., Generalprobe am 23.10., Konzert am 24.10.





 
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