Kammerorchester Plochigen
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Nächste Veranstaltung
Unser nächstes geplantes Konzert Sonntag , 11.10.2020 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Laut derzeitiger Corona-Ordnung kann es auch (mit beschränkter Zuschauerzahl) stattfinden. Änderungen werden rechtzeitig auf dieser Web-Seite bekannt gegeben.


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Das Konzert vom Sonntag, 12.10.2014 in der Stadthalle Plochingen:










Amelie Wnsche wurde 1988 geboren und wuchs in Esslingen am Neckar auf. Im Jahr 2007 nahm sie ihr Violinstudium an der Hochschule fr Musik Wrzburg auf (Klasse Prof. Herwig Zack). 2011 schloss sie dort ihr Diplom mit Auszeichnung ab und studiert seither in der Meisterklasse Violine. Vor Aufnahme ihres Studiums erhielt sie Unterricht bei Prof. Joachim Schall (MH Stuttgart) und nahm bis heute an zahlreichen Kammermusik- und Meisterkursen teil, u.a. bei Prof. Rainer Kussmaul, dem Mandelring-Quartett, dem Voces-Quartett (Rumnien) und Hans-Heinz Schneeberger (Bern).
Bis zu ihrem Abitur war sie Mitglied im Bundesjugendorchester. Amelie Wnsche ist mehrfache Preistrgerin beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" in der Kategorie Violine solo auf Regional-, Landes- und Bundesebene. 2011 gewann sie den zweiten Preis beim "Musikpreis Waldthausen" des SWR (Violine solo), verbunden mit einer CD-Produktion und der Radio-bertragung des Preistrgerkonzerts. Auerdem ist sie Stipendiatin der Leni-Geissler-Stiftung der HfM Wrzburg und der Theodor Rogler Stiftung. In der Spielzeit 2011/2012 war sie Praktikantin am Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den ersten Violinen. Anschlieend wurde sie Akademistin der Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie.
Sie konzertiert regelmig solistisch sowie kammermusikalisch in Konzerten und Recitals. In der letzten Zeit spielte sie u.a. das Mendelssohn Violinkonzert e-moll, das Doppelkonzert von Mendelssohn, das Schumann-Violinkonzert, Vivaldis Jahreszeiten, Mozarts A-Dur-Konzert sowie das Brahms Violinkonzert mit verschiedenen Orchestern. Ihr solistisches Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Gegenwart. Amelie Wnsche spielt derzeit auf einer Violine von Just Derazay (1875) und einem Bogen von H. R. Pfretzschner (ca. 1910).

Robert Schumann: Manfred Ouvertre op. 115
Fr Robert Schumann - wie fr alle Romantiker - galt der englische Dichter Lord Byron als romantisches Knstlerideal. Melancholie, Pessimismus, Einheit von Leben und Schaffen faszinierten Schumann, als er sich 1848 mit Byrons ,,Manfred" befasste. ,,Manfred" ist das Drama eines Helden, der sich nach innerem Frieden, Vergessen und Vershnung mit sich selbst sehnt. Dies wollte Schumann in einem ,,dramatischen Gedicht mit Musik" veranschaulichen und das gelang ihm am ausdrucksvollsten in der Ouvertre. Nach den ersten Takten mit dem ,,Vorhang auf!"-Effekt wird in der langsamen Einleitung das Thema von Manfred vorgestellt; der zentrale Abschnitt (in Sonatenform) stellt im drngenden Hauptthema und im seufzenden Seitengedanken zwei kontroverse Gesichter des Helden dar. Eine Lsung wird nicht erreicht: Die Ouvertre endet mit dem Thema des einsamen Manfred.

Max Bruch: Konzert fr Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26
Das Werkverzeichnis von Max Bruch umfasst etwa 100 Stcke, von denen neun fr die Geige geschrieben sind. Sein mit Abstand berhmtestes ist das 1866 entstandene Violinkonzert in g-moll, eine Tatsache, die der Komponist mit groem Bedauern zur Kenntnis nahm. 1907 stellte er fest: ,,In fnfzig Jahren wird man sich meiner hauptschlich nur wegen meines g-moll Violinkonzertes erinnern." Nach der Urauffhrung arbeitete der Komponist das Werk um und schickte es Joseph Joachim, dem berhmtesten Geiger seiner Zeit, der wesentlichen Anteil an der Endfassung hat. Ihm ist das Konzert gewidmet. Der erste Satz, als ,,Vorspiel" bezeichnet, bringt das Hauptmotiv in den Holzblsern; darber wlbt sich weit ausholend und mehrere Oktaven umfassend der Gesang der Violine. Der eigentliche Hauptgedanke erscheint erst spter. Das zart-lyrische Seitenthema wird von virtuos umspielenden Passagen des Soloinstruments nachgezeichnet. Als Abschluss des Satzes erklingt wieder das Anfangsmotiv, ausgeweitet in einer Kadenz. Der zweite Satz (Adagio), der sich sofort anschliet, ist der beliebteste Teil des Konzerts. Kennzeichen dieses Satzes ist eine warme, blhende Melodik. Das Finale ist im Gegensatz zu den vorigen Stzen kraftvoll profiliert, rhythmisch scharf geprgt und voller Dynamik.

Johannes Brahms: Symphonie Nr.1 c-moll op. 68
Man vermutet, dass Brahms den ersten Satz in Angriff genommen hat, als er 1855 in Hamburg eine Auffhrung von Schumanns ,,Manfred" gehrt hat. Aber es sollten bis zur Urauffhrung 1876 noch 21 Jahre vergehen. Brahms war nach der Fertigstellung 43 Jahre alt und hatte schon 67 Werke, darunter das Requiem, geschrieben. Als er einmal auf dieses lange Zgern angesprochen wurde, antwortete er: ,,Ich werde nie eine Symphonie [fertig] komponieren. Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen [Beethoven] hinter sich marschieren hrt."

Die Grundstimmung der Symphonie, die sich von der gequlten Intensitt der Anfangstakte bis zur unerschtterlichen Zuversicht der Coda des Finales steigert, wurde vom Publikum sofort mit der emotionalen Struktur von Beethovens Neunter Symphonie in Zusammenhang gebracht; die ,,Erste" von Brahms sei die ,,Zehnte Symphonie" von Beethoven. Der schwer lastende erste Satz beginnt mit einer von Schmerz erfllten Einleitung, die alle wesentlichen thematischen Elemente des spter verarbeiteten Materials enthlt. Der zweite und dritte Satz zeigen eine Welt, die sich grndlich von dem schweren ersten Satz unterscheidet. Beide sind verhltnismig kurz; Brahms hat ihre Lnge absichtlich reduziert, um den emotionalen Schwerpunkt auf die gegenstzlichen Eckstze zu legen. Das Finale beginnt mit einer der ausgedehntesten symphonischen Einleitungen berhaupt. In ihrer Stimmung zeigt sie eine enge Verwandtschaft zu Haydns Darstellung des ,,Chaos" in seinem Oratorium ,,Die Schpfung". Whrend dort die lastende Atmosphre durch den Ausruf des Chores ,,Licht" gelst wird, wird sie hier durch ein sieghaftes Gegenmotiv von Solohorn und Soloflte verwandelt. Brahms hatte es einige Jahre frher auf einer Postkarte an Clara Schumann nach einer Periode der Entfremdung zu ihrem 49. Geburtstag geschickt und darber geschrieben: ,,Also blies das Alphorn heut: ,Hoch auf'm Berg, tief im Tal, grss' ich dich viel tausendmal.'" Der in strahlendem C-Dur gehaltene Allegroteil wird mit dann von einer Choralmelodie erffnet, die von vielen mit Beethovens Ode ,,An die Freude" verglichen worden ist. Als er darauf angesprochen wurde, gab Brahms in seiner typisch unwirschen Art zurck: ,,Jawohl, und noch merkwrdiger ist, da das jeder Esel gleich hrt." Mit dieser Vorabinformation ist der Leser dieser Zeilen davor bewahrt worden, von Brahms fr einen Esel gehalten zu werden.

Ulrich Kernen



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Wichtiger Hinweis: Wegen des Corona-Virus gilt folgender geänderter Probenplan:
Nach den Sommerferien (ab 15.9.) proben wir immer dienstags 19:30-22:00 im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses in der Hermannstraße, Plochingen. Der Probentag ist für den 26.9. 10:00-17:00 geplant, Hauptprobe am 6.10. 19:00-22:00 und die Generalprobe am 10.10. 10:00-14:00 Uhr.





 
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