Kammerorchester Plochigen
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Unser nächstes geplantes Konzert Sonntag , 11.10.2020 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Laut derzeitiger Corona-Ordnung kann es auch (mit beschränkter Zuschauerzahl) stattfinden. Änderungen werden rechtzeitig auf dieser Web-Seite bekannt gegeben.


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Frhjahrskonzert am 2. April 2006

Antonin Dvorak: Stabat Mater fr Soli, Chor und Orchester

 

Lautes Schreien, leises Klagen

Plochingen: Oratorienverein und Kammerorchester fhren Anton Dvoraks Stabat Mater auf

 

Das Gedicht soll den zuallererst den Schmerz ausdrcken. Stabat Mater dolorosa (Es stand die Mutter schmerzensvoll) thematisiert das Leiden der Gottesmutter Maria im Anblick des Gekreuzigten. Der lateinische Text entstand wohl um das Jahr 1300 in Italien oder Frankreich. Die in einem strengen Reimschema gedichteten 21 Strophen regten die Phantasie zahlreicher Komponisten an. Vertonungen gibt es unter anderem von Orlando di Lasso, Joseph Haydn oder Franz Schubert. Und eben auch von Anton Dvorak, der eigentlich nicht als Kirchenmusiker bekannt ist.

Mglicherweise war die Komposition eine Reaktion auf den Tod von Dvoraks Tochter Josefa, zwei Tage nach ihrer Geburt. 1880 wurde das Werk in Prag uraufgefhrt, am Tag vor Heiligabend. Der Plochinger Oratorienverein brachte die geistliche Kantate zusammen mit dem Kammerorchester in der Osterzeit auf die Bhne. Stabat Mater war ein Publikumsmagnet. Die Plochinger Stadthalle war fast bis auf den letzten Platz gefllt. Das knapp zweistndige Werk forderte vom Chor viel Standfestigkeit. Nur einmal, kurz vor dem Ende, gnnten sich die Sngerinnen und Snger eine kleine Erholungspause im Sitzen. Ihre Standfestigkeit bescherte der Auffhrung ein hohes Ma an Ruhe, das Publikum konnte sich ganz der magischen Ausstrahlung des Werkes hingeben.

Dirigent Bertram Schade kitzelte aus dem von Heidrun Speck glnzend eingestellten Chor viele Feinheiten heraus. Gelegentliche Tempiwechsel machten die Sngerinnen und Snger genauso mhelos mit, wie die dynamischen nderungen. Lautes Schrein, leises Klagen dieser Gegensatz wurde bei der Auffhrung regelmig deutlich. Besonders im vierten Teil, als Solobass Reinhard Hagen laut und kraftvoll intoniert, dass sein Herz vor Lieb entbrenne und er nur noch Jesu kenne. Dazwischen hrt man den Chor leise klagen: Heil`ge Mutter drck die Wunden, die dein Sohn am Kreuz empfunden, tief in meine Seele ein. Es ist eine der wichtigsten Szenen des Werkes: Zuversicht und Freunde trifft Niedergeschlagenheit und Trauer.

Dass diese Feinheiten so deutlich herausgearbeitet wurden, war eine der Strken des Konzerts. Untersttzt durch hochkartige Solisten, unter denen besonders Alexander Yudenkov (Tenor) und Katrin Koch (Alt) hervorstachen, gelang dem Oratorienverein eine sehr ambitionierte Auffhrung. Auch das Kammerorchester machte eine gute Figur, harmonierte glnzend mit Chor und Solisten und verschmolz mit ihnen zu einer Einheit.

Als Dvoraks Werk 1884 in der Royal Albert Hall in London aufgefhrt wurde, schwrmte der Komponist: Im Konzert wurde ich gleich beim Eintreten vom Publikum mit strmischem Beifall empfangen. Von Nummer zu Nummer wuchs die allgemeine Begeisterung und gegen Ende war der Applaus so gro, dass ich dem Publikum immer wieder danken musste. Auch in Plochingen wollte der Applaus fr die Akteure nicht enden. Das Leiden im Werk war dem Jubel im Publikum gewichen.

 

Esslinger Zeitung, 4.April 2006 von Tobias Dorfer

 

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Wichtiger Hinweis: Wegen des Corona-Virus gilt folgender geänderter Probenplan:
Nach den Sommerferien (ab 15.9.) proben wir immer dienstags 19:30-22:00 im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses in der Hermannstraße, Plochingen. Der Probentag ist für den 26.9. 10:00-17:00 geplant, Hauptprobe am 6.10. 19:00-22:00 und die Generalprobe am 10.10. 10:00-14:00 Uhr.





 
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