Kammerorchester Plochigen
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nächste Veranstaltung
Zum nächsten Konzert am Sonntag, 14.10.2018 um 18 Uhr möchten wir herzlich einladen! Zur Aufführung kommen diesmal unter anderem das Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart.


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Das Konzert vom Sonntag, 12.10.2014 in der Stadthalle Plochingen:










Amelie Wünsche wurde 1988 geboren und wuchs in Esslingen am Neckar auf. Im Jahr 2007 nahm sie ihr Violinstudium an der Hochschule für Musik Würzburg auf (Klasse Prof. Herwig Zack). 2011 schloss sie dort ihr Diplom mit Auszeichnung ab und studiert seither in der Meisterklasse Violine. Vor Aufnahme ihres Studiums erhielt sie Unterricht bei Prof. Joachim Schall (MH Stuttgart) und nahm bis heute an zahlreichen Kammermusik- und Meisterkursen teil, u.a. bei Prof. Rainer Kussmaul, dem Mandelring-Quartett, dem Voces-Quartett (Rumänien) und Hans-Heinz Schneeberger (Bern).
Bis zu ihrem Abitur war sie Mitglied im Bundesjugendorchester. Amelie Wünsche ist mehrfache Preisträgerin beim Wettbewerb "Jugend Musiziert" in der Kategorie Violine solo auf Regional-, Landes- und Bundesebene. 2011 gewann sie den zweiten Preis beim "Musikpreis Waldthausen" des SWR (Violine solo), verbunden mit einer CD-Produktion und der Radio-Übertragung des Preisträgerkonzerts. Außerdem ist sie Stipendiatin der Leni-Geissler-Stiftung der HfM Würzburg und der Theodor Rogler Stiftung. In der Spielzeit 2011/2012 war sie Praktikantin am Frankfurter Opern- und Museumsorchester in den ersten Violinen. Anschließend wurde sie Akade¬mistin der Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie.
Sie konzertiert regelmäßig solistisch sowie kammermusikalisch in Konzerten und Recitals. In der letzten Zeit spielte sie u.a. das Mendelssohn Violinkonzert e-moll, das Doppelkonzert von Mendelssohn, das Schumann-Violinkonzert, Vivaldis Jahreszeiten, Mozarts A-Dur-Konzert sowie das Brahms Violinkonzert mit verschiedenen Orchestern. Ihr solistisches Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Gegenwart. Amelie Wünsche spielt derzeit auf einer Violine von Just Derazay (1875) und einem Bogen von H. R. Pfretzschner (ca. 1910).

Robert Schumann: Manfred Ouvertüre op. 115
Für Robert Schumann - wie für alle Romantiker - galt der englische Dichter Lord Byron als romantisches Künstlerideal. Melancholie, Pessimismus, Einheit von Leben und Schaffen faszinierten Schumann, als er sich 1848 mit Byrons ,,Manfred" befasste. ,,Manfred" ist das Drama eines Helden, der sich nach innerem Frieden, Vergessen und Versöhnung mit sich selbst sehnt. Dies wollte Schumann in einem ,,dramatischen Gedicht mit Musik" veranschaulichen und das gelang ihm am ausdrucksvollsten in der Ouvertüre. Nach den ersten Takten mit dem ,,Vorhang auf!"-Effekt wird in der langsamen Einleitung das Thema von Manfred vor¬gestellt; der zentrale Abschnitt (in Sonatenform) stellt im drängenden Hauptthema und im seuf¬zenden Seitengedanken zwei kontroverse Gesichter des Helden dar. Eine Lösung wird nicht erreicht: Die Ouvertüre endet mit dem Thema des einsamen Manfred.

Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26
Das Werkverzeichnis von Max Bruch umfasst etwa 100 Stücke, von denen neun für die Geige geschrieben sind. Sein mit Abstand berühmtestes ist das 1866 entstandene Violinkonzert in g-moll, eine Tatsache, die der Komponist mit großem Bedauern zur Kenntnis nahm. 1907 stellte er fest: ,,In fünfzig Jahren wird man sich meiner hauptsächlich nur wegen meines g-moll Violinkonzertes erinnern." Nach der Uraufführung arbeitete der Komponist das Werk um und schickte es Joseph Joachim, dem berühmtesten Geiger seiner Zeit, der wesentlichen An¬teil an der Endfassung hat. Ihm ist das Konzert gewidmet. Der erste Satz, als ,,Vorspiel" be¬zeichnet, bringt das Hauptmotiv in den Holzbläsern; darüber wölbt sich weit ausholend und mehrere Oktaven umfassend der Gesang der Violine. Der ei¬gentliche Hauptgedanke er¬scheint erst später. Das zart-lyrische Seitenthema wird von virtuos umspielenden Passagen des Soloinstruments nachgezeichnet. Als Abschluss des Satzes er¬klingt wieder das Anfangs¬motiv, ausgeweitet in einer Kadenz. Der zweite Satz (Adagio), der sich sofort anschließt, ist der beliebteste Teil des Konzerts. Kennzeichen dieses Satzes ist eine warme, blühende Me¬lo¬dik. Das Finale ist im Gegensatz zu den vorigen Sätzen kraftvoll profiliert, rhythmisch scharf geprägt und voller Dynamik.

Johannes Brahms: Symphonie Nr.1 c-moll op. 68
Man vermutet, dass Brahms den ersten Satz in Angriff genommen hat, als er 1855 in Hamburg eine Aufführung von Schumanns ,,Manfred" gehört hat. Aber es sollten bis zur Urauffüh¬rung 1876 noch 21 Jahre vergehen. Brahms war nach der Fertigstellung 43 Jahre alt und hat¬te schon 67 Werke, darunter das Requiem, geschrieben. Als er einmal auf dieses lange Zö¬gern angesprochen wurde, antwortete er: ,,Ich werde nie eine Symphonie [fertig] komponie¬ren. Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zumute ist, wenn er immer so einen Riesen [Beethoven] hinter sich marschieren hört."

Die Grundstimmung der Symphonie, die sich von der gequälten Intensität der Anfangstakte bis zur unerschütterlichen Zuversicht der Coda des Finales steigert, wurde vom Publikum sofort mit der emotionalen Struktur von Beethovens Neunter Symphonie in Zusammenhang gebracht; die ,,Erste" von Brahms sei die ,,Zehnte Symphonie" von Beethoven. Der schwer lastende erste Satz beginnt mit einer von Schmerz erfüllten Einleitung, die alle wesentlichen thematischen Elemente des später verarbeiteten Materials enthält. Der zweite und dritte Satz zeigen eine Welt, die sich gründlich von dem schweren ersten Satz unterscheidet. Beide sind verhältnismäßig kurz; Brahms hat ihre Länge absichtlich reduziert, um den emotionalen Schwer¬punkt auf die gegensätzlichen Ecksätze zu legen. Das Finale beginnt mit einer der ausgedehntesten symphonischen Einleitungen überhaupt. In ihrer Stimmung zeigt sie eine enge Verwandtschaft zu Haydns Darstellung des ,,Chaos" in seinem Oratorium ,,Die Schöp¬fung". Während dort die lastende Atmosphäre durch den Ausruf des Chores ,,Licht" gelöst wird, wird sie hier durch ein sieghaftes Gegenmotiv von Solohorn und Soloflöte verwandelt. Brahms hatte es einige Jahre früher auf einer Postkarte an Clara Schumann nach einer Periode der Entfremdung zu ihrem 49. Geburtstag geschickt und darü¬ber geschrieben: ,,Also blies das Alphorn heut: ,Hoch auf'm Berg, tief im Tal, grüss' ich dich viel tausendmal.'" Der in strahlendem C-Dur gehaltene Allegroteil wird mit dann von einer Choralmelodie eröffnet, die von vielen mit Beethovens Ode ,,An die Freude" verglichen worden ist. Als er darauf angesprochen wurde, gab Brahms in seiner typisch unwirschen Art zurück: ,,Jawohl, und noch merkwürdiger ist, daß das jeder Esel gleich hört." Mit dieser Vorabinformation ist der Leser dieser Zeilen davor bewahrt worden, von Brahms für einen Esel gehalten zu werden.

Ulrich Kernen

Konzertkritik aus der Esslinger Zeitung (15.10.2014):



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- interessierte Mitspieler, die ein Orchesterinstrument spielen!

Interesse? Wir proben immer dienstags 20:00-22:00 im Musiksaal des Gymnasiums Plochingen. Termin der ersten Probe für das nächste Projekt: 10.4.2018. Sie können sich jederzeit melden.
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