Kammerorchester Plochigen
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Nächste Veranstaltung
Unser nächstes geplantes Konzert Sonntag , 11.10.2020 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Laut derzeitiger Corona-Ordnung kann es auch (mit beschränkter Zuschauerzahl) stattfinden. Änderungen werden rechtzeitig auf dieser Web-Seite bekannt gegeben.


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Das 1980 gegrndete Kammerorchester Plochingen e.V. im Landkreis Esslingen besteht zur Zeit aus etwa 30 Laienmusikern (Streichern und Blsern), die jeden Dienstag ab 20 Uhr ihrer Liebe zur Orchestermusik nachkommen. Neue Mitglieder zum Mitspielen sind jederzeit willkommen (Kontaktdaten siehe rechts)!

Das Frhjahrskonzert 2017 des Plochinger Kammerorchesters fand am Sonntag, 2.4.2017 um 18 Uhr statt - hier das Programm:




Die Konzertkritik aus den "Plochinger Nachrichten" vom 12.April 2017: <

Zum Programm:

Richard Wagner: Ouvertre zur Oper ,,Tannhuser"
Das Leben des ritterlichen Sngers Tannhuser bewegt sich zwischen zwei Polen. Zum einen verliert er sich an die Welt der Liebesgttin Venus in besinnungsloser, wilder, dionysischer Leidenschaft. Auf der anderen Seite findet er aber wieder zurck zu persnlicher, mavoller, apollinischer Liebe. Dieser Zwiespalt ist auch ein Leitfaden in der Ouvertre zur gleichnamigen Oper. Sie beginnt mit dem gemessenen Pilgerchor und dem Reuemotiv. Danach brausen hitzige Motive aus der Venusberg-Szene auf, bevor der erneut einsetzende Pilgerchor den Erlsungsschluss der Oper triumphal vorwegnimmt.

Antonin Dvork: Konzert fr Violoncello und Orchester h-moll opus 104
1892 war Dvork Direktor des New Yorker Konservatoriums geworden; sein Amerikaaufenthalt war ein knstlerischer Erfolg. Befriedigend war auch seine wirtschaftliche Situation, da ihn eine Mzenin grozgig untersttzte. Mit seiner Sinfonie ,,Aus der neuen Welt" war ihm ein Welterfolg gelungen, sein Vertrag war um zwei Jahre verlngert worden. Dennoch zog es ihn wieder in die Heimat nach Tschechien zurck. Einen Teil seiner Familie hatte er zu Hause lassen mssen. Immer strker litt er unter qulendem Heimweh nach seiner Heimat Bhmen. In den sehnsuchtsvollen Wendungen des in dieser Situation komponierten Cellokonzerts spiegelt sich seine damalige Seelenlage wider. Dass es ein beraus persnliches Werk ist, lsst sich auch daran erkennen, dass er im langsamen Satz seiner Schwgerin, der Grfin Kaunitz, gedenkt: Als junger Mann hatte er sich in die damals 15jhrige verliebt. Eine enge freundschaftliche Beziehung blieb zeit seines Lebens lebendig. Nun erreichte ihn die Nachricht von ihrer schweren Erkrankung - und er zitiert im Mittelteil des Adagios ihr Lieblingslied ,,Lass mich allein", aus seinem Liederzyklus opus 82 . Als dann im Mai 1895, einen Monat nach seiner Rckkehr, die Grfin starb, nahm er sich die schon abgeschlossene Partitur des Konzerts noch einmal vor, um im Finale gleichsam einen Gedenkstein fr sie zu errichten: Unmittelbar vor dem Schluss strich er vier Takte und fgte 60 Takte (T.449 - 508) ein, in denen er den lyrischen Ausklang fortspinnt und das Hauptmotiv des ersten Satzes wie auch das Liedzitat aus dem Adagio wieder aufgreift. Fr Dvork war dieser Moment des Abschiednehmens heilig. Deshalb kam es mit dem fr die Urauffhrung vorgesehenen Cellisten Wihan zum Zerwrfnis. Der wollte lyrische Teile krzen und das Konzert durch virtuose Passagen und eine eigene ausladende Kadenz ,,aufmotzen", um seine Knnerschaft eindrucksvoller zeigen zu knnen. Dvork dagegen: ,,Das Finale schliet allmhlich diminuendo wie ein Hauch, mit Reminiszenzen an den ersten und zweiten Satz. Das Solo klingt aus bis zum pianissimo, dann ein Anschwellen und die letzten Takte bernimmt das Orchester und schliet in strmischem Tone. Das war so meine Idee und von der kann ich nicht ablassen." Dieser Schluss krnt ,,eine Komposition von berwltigender Innigkeit, die auch noch im schmerzvollsten Augenblick grandios ist." (Philippe Simon)

Jean Sibelius: Sinfonie Es-Dur opus 82 (1915/ 1919)
Jean Sibelius wurde in Finnland unter dem Vornamen Janne in eine schwedischsprachige Familie hineingeboren. Der junge Komponist fand spter im Nachlass seines Onkels einen ,,Packen Visitenkarten, auf denen dessen Vorname nach damaliger, unter Handelsschiffern blicher Sitte auf franzsisch geschrieben war: Jean Sibelius." Diese Visitenkarten nahm zwei Jahrzehnte spter sein Neffe in Gebrauch. Allgemeine Anerkennung genoss er in seiner finnischen Heimat. Eine Staatsrente sicherte ihm finanzielle Unabhngigkeit. Allmhlich mutierte er zum kulturellen ,,Staatsheiligen": Sein Portrt zierte die 100 Finnmarknote, ein neu entdeckter Asteroid bekam seinen Namen. Er wurde 1915 von der finnischen Regierung beauftragt, eine Sinfonie aus Anlass seines 50. Geburtstags zu schreiben, der zum nationalen Feiertag deklariert wurde. Das war die unter groem Zeitdruck komponierte fnfte Sinfonie, die, wie die vorhergehenden vier an seinem Geburtstag am 8. Dezember uraufgefhrt wurde. An der Schwelle zur Moderne war Sibelius bemht, einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Es ging ihm darum, tonale Strukturen neu zu ordnen, ohne wie die Zwlftner um Schnberg zur Atonalitt berzugehen. ,,Meine Musik hat nichts, absolut nichts von Zirkus; was ich zu bieten habe, ist klares, kaltes Wasser." Die Urteile der Musikwissenschaftler ber die Struktur der fnften Sinfonie sind disparat: vier Wissenschaftler- fnf Meinungen... Soviel ist unstrittig: Der erste Satz beginnt mit einem Hornruf, der bereits viel vom musikalischen Material enthlt. Der Satz zerfllt in zwei Teile, der im raschen 3/4Takt daherkommende zweite hat die Form eines Scherzos. Der zweite, ruhige Satz enthlt mehrere Variationen zu einem Thema, das von den Streichern in pizzicato vorgetragen wird. Im dritten Satz taucht in den Hrnern ein Motiv auf, zu dem Sibelius in seinen Tagebchern notierte, er habe 16 Schwne ber den See bei Ainola fliegen gesehen; dieser Abschnitt mit seiner elegischen Melodie in Streichern und Holzblsern wird deswegen auch als ,,Schwanenhymne" bezeichnet. In einer Reihe von Pop-Songs taucht dieses Schwanenruf-Motiv inzwischen immer wieder auf. Die Sinfonie endet so schlicht wie ungewhnlich: Legendr sind die sechs abschlieenden Orchesterschlge, unterbrochen von unregelmigen, langen Pausen, deren Auslegung viele Mglichkeiten bietet: autoritr, nervs, witzig oder launig... Hren Sie zu!

Ulrich Kernen

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- interessierte Mitspieler, die ein Orchesterinstrument spielen!

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Wichtiger Hinweis: Wegen des Corona-Virus gilt folgender geänderter Probenplan:
Nach den Sommerferien (ab 15.9.) proben wir immer dienstags 19:30-22:00 im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses in der Hermannstraße, Plochingen. Der Probentag ist für den 26.9. 10:00-17:00 geplant, Hauptprobe am 6.10. 19:00-22:00 und die Generalprobe am 10.10. 10:00-14:00 Uhr.





 
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