Kammerorchester Plochigen
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nächste Veranstaltung
Zum nächsten Konzert am Sonntag, 14.10.2018 um 18 Uhr möchten wir herzlich einladen! Zur Aufführung kommen diesmal unter anderem das Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart.


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Das Konzert des Plochinger Kammerorchesters vom So, 8.3.2015:


Dazu schreibt die Esslinger Zeitung (10.3.2015):


Zauber spanischer Musik




Bis heute ungebrochen ist die Faszination spanischer Musik: Wir verbinden mit ihr glutvolles Temperament, mitreißende Folklore, Castagnetten, romantische Sehnsucht und stolze Grandezza. All dies findet sich auch in den sechs Werken dieses Konzertes.

Manuel de Falla: ,,El amor brujo" (Der Liebeszauber) - Konzertsuite zum Ballett (1915) Untertitel: ,,Zigeunerszene aus Andalusien"
Erzählt wird darin von Eifersucht, Liebe und mythischen Kräften. Ein Zigeunermädchen wird vom eifersüchtigen Geist ihres verstorbenen Mannes verfolgt. Gleich zu Beginn springt der wilde Geist den Zuhörer an. In einer geheimnisvollen Höhle gelingt es dem Mädchen nicht, ihn zu besänftigen. Ein um den Zentralton D kreisendes, orientalisch anmutendes Bläsersolo verfehlt seine beschwörende Wirkung. Auch das folgende schmerzvolle Lied eines gebrochenen Herzens und ein magischer Kreis einiger Zigeunerinnen erweichen den Störenfried nicht. Zu Beginn der Geisterstunde erklingen zwölf Glockenschläge: Das löst den berühmten rituellen Feuertanz aus. Der Komponist nimmt darin die Atmosphäre des ,,Hummelflugs" von Rimsky-Korsakov auf und spickt ihn mit flammenden Trillern. Der Tanz endet in gewaltigen Hammerschlägen, als sei der Sieg über die verstörende Kraft errungen.

Camille Saint-Saëns: La Jota Aragonèse opus 64 (1880)
Eine Jota (sprich: Chota) wird von Castagnetten begleitet, gesungen und getanzt. Die auszuführenden Schritte erinnern an den Walzer, auch wenn die Jota eine viel größere Bandbreite hat. Die Themen der Liedtexte sind weit gefächert und reichen vom Patriotismus über sexuelle Anspielungen bis hin zu religiösen Themen. In der Frühzeit tanzte man die Jota auch bei Beerdigungen.

Isaac Albéniz: Catalonia (Cataluña / Catalunya) - Suite Populaire (1899)
Die Suite ist ausdrücklich ein Werk über Katalonien, das in direktem Konflikt mit dem national-spanischen Staatsgedanken stand. Catalonia folgt mit mitreißendem Schwung grundsätzlich einer freien Sonatenhauptsatzform. Das thematische Material entstammt zwei katalonischen Liedern, von denen das erste - El pobre terrisaire (Der arme Töpfer) - gleich am Anfang ertönt und danach auch den weiteren musikalischen Verlauf bestimmt. Die vollständige Darstellung des zweiten Themas - La Filadora (die Spinnerin) - erklingt zuerst in der Oboe. Catalonia gilt als frühes Beispiel für katalanische Musik. Als bahnbrechend wird dabei die Nachahmung des flabiol, einer Einhandflöte, angesehen. Sie wird im katalanischen Nationaltanz Sardana verwendet. Die Holzbläser im Orchester übernehmen imitierend den Part dieses Instruments. Das brillant instrumentierte Stück klingt mit einem rasanten Prestoteil im Zweiertakt aus.

Joaquín Rodrigo: Dos Danzas Españolas (1969)
Wenn man Beginn und Ende von Rodrigos Lebensweg ansieht, wird deutlich, welche Lebenskraft in ihm steckte. In seinem dritten Lebensjahr (1903) erblindete er infolge einer Diphterieerkrankung. 1948 wurde er Professor für Musikgeschichte, arbeitete als anerkannter Musikkritiker und als Leiter der Musikabteilung beim Madrider Radio. 1991 wurde ihm von König Juan Carlos der erbliche Adelstitel verliehen. Zu Unrecht wird Rodrigo nur mit seinem Welterfolg in Verbindung gebracht, dem Gitarrenkonzert Concierto de Aranjuez, welches das Plochinger Kammerorchester auch schon auf dem Programm hatte. Sein Kompositionsstil ist geprägt durch die Verbindung von Neoklassizismus und spanischer Folklore, aus der er einen ganz eigenen Charakter entwickelte. Teilweise übernimmt er leicht verändert typische Figuren des 16. bis 18. Jahrhunderts. Seine Melodik ist einprägsam, die Orchestrierung stets klar und kammermusikalisch durchsichtig. Er bewegt sich im Rahmen der Tonalität, reichert seine Harmonik aber auch gern mit leichten Dissonanzen an. Die Dos danzas españolas entstanden für die mexikanische Flamenco-Tänzerin Luceo Tena, die äußerst virtuos mit den Castagnetten umzugehen wusste.

Manuel de Falla: Der Dreispitz (El Sombrero de Tres Picos) - Szenen und Tänze aus Teil 1 des Balletts (1916 - 1919)
El Sombrero beschreibt die Alltagstorheiten in einer andalusischen Stadt. Die Introducción erregt sofort Aufmerksamkeit; als sich der Vorhang hebt, erlebt man eine nachmittägliche Szene (La Tarde) auf der Terrasse vor einer Mühle. Der Corregidor, der Dorfrichter, paradiert mit seiner Gattin sowie Schmarotzern und Beratern vorbei. Er trägt zum Zeichen seiner Amtswürde den Dreispitz. Er macht der feschen Müllerin schöne Augen, die so tut, als merke sie das nicht: Sie tanzt ganz in den Fandango (Danza de molinera) versunken. Der Corregidor wird danach durch das Solofagott vorgestellt: ein ungelenker und penetranter Schürzenjäger. De Falla benutzte dafür Elemente des katalanischen Volkslieds Olé gaditano. Die Müllerin antwortet darauf mit einer verführerischen Volksliedmelodie aus den Bergen von Santander. Dies mündet jedoch in spöttisches Gelächter, das man in einer kleinen Flötenkadenz entdecken kann. Mit Trauben (Las uvas) in den Händen tut sie so, als bezirze sie den Corregidor: Absteigende Trillerketten begleiten das neckische Hakenschlagen der Müllerin.

Nicolai Rimsky-Korsakow: Capriccio espagnol opus 34 (1887)
Das farbenprächtige Capriccio ist eines der populärsten und schillerndsten Werke der Orchesterliteratur. Die Faszination der Russen durch fremde, warme Länder und ihre Vorliebe für exotische Melodien sind dafür typisch. Oft wird die Instrumentierung des Werks hervorgehoben. Sie umfasst eine breite Palette an Schlaginstrumenten sowie spezielle Spiel- und Artikulationstechniken, etwa im vierten Satz, wo die Geigen und Celli den Klang von Gitarren imitieren.

Ulrich Kernen





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