Kammerorchester Plochigen
Startseite  ·  Aktuelles  ·  Geschichte  
Hauptmenü
+ Startseite
+ Aktuelles
+ Orchester
+ Dirigent
+ Konzertmeister
+ Geschichte

+ Termine
+ Presse
+ Konzerte
+ Bildergalerie

+ Impressum
+ Datenschutz

+ Kontakt

Nächste Veranstaltung
Unser nächstes geplantes Konzert Sonntag , 11.10.2020 um 18 Uhr in der Stadthalle Plochingen geplant. Laut derzeitiger Corona-Ordnung kann es auch (mit beschränkter Zuschauerzahl) stattfinden. Änderungen werden rechtzeitig auf dieser Web-Seite bekannt gegeben.


Besucher:
GOWEBCounter by INLINE

Das Konzert vom Sonntag, 17. Mrz 2013 um 19:30 in der Stadthalle Plochingen:

Aus den "Plochinger Nachrichten": Die Konzertkritik aus der Esslinger Zeitung vom 19.3.2013:





Jonathan Sum wurde 1985 in VS-Schwenningen geboren. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er bereits im Alter von vier Jahren bei Birgit Helber an der Musikschule Trossingen. Bereits im Alter von neun Jahren trat er erstmals als Solist mit dem Trossinger Kammerorchester auf, als er Haydns Klavierkonzert D-Dur (Hob.XVIII) in mehreren Konzerten zur Auffhrung brachte. Mehrfach ging er als erster Preistrger aus dem Wettbewerb Jugend Musiziert hervor, an dem er sowohl solistisch als auch in den unterschiedlichsten kammermusikalischen Besetzungen teilnahm. Mit zwlf Jahren wurde er als Jungstudent an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Hartmut Schneider aufgenommen, um auf das sptere Musikstudium vorbereitet zu werden. 2005 begann er dann an der Musikhochschule Stuttgart zunchst ein Schulmusikstudium bei Karl-Wilhelm Berger, 2008 folgte zustzlich noch ein knstlerisches Klavier-Studium mit den Schwerpunkten Kammermusik und Liedbegleitung bei Prof. Pter Nagy und Prof. Cornelis Witthoeft. Besonderer Studienschwerpunkt waren auerdem die Klaviersonaten Carl Maria von Webers in Form einer Studioaufnahme aller vier Sonaten und einer wissenschaftlichen Staatsexamensarbeit. 2012 schloss er beide Studiengnge mit Bestnote ab. Bereits whrend des Studiums unterrichtete er im Rahmen eines Tutorats Klavier an der Musikhochschule Stuttgart und fhrt seine Lehrttigkeit auch auerhalb der Hochschule weiter. Jonathan Sum ist ein gefragter Korrepetitor von Instrumental- und Gesangssolisten sowie Chren fr Konzerte, Wettbewerbe und Aufnahmen. Seine rege Konzertttigkeit umfasst sowohl solistische Auftritte als auch Konzerte mit seinen verschiedenen kammermusikalischen Ensembles.

Zum Programm:

Johannes Brahms: Tragische Ouvertre opus 81 d-moll

Das Werk entstand 1880 bei einem Sommeraufenthalt in Bad Ischl parallel zur heiteren Akademischen Festouvertre. Sie ist nicht auf ein bestimmtes Theaterstck gemnzt, denn Brahms wollte jegliche enge inhaltliche Festlegung vermeiden. So steht sie fr das Tragische an sich: das Erstreben eines hohen Ziels, welches in verhngnisvollem Scheitern endet. Im Gesamtwerk des Komponisten steht die Ouvertre zwischen der zweiten und der dritten Sinfonie. Demgem finden sich in ihrer dichten Struktur sinfonische Elemente: der Schwung eines Erffnungssatzes, ein Trauermarsch, der das Entsetzen ber den Tod in gemessenem Voranschreiten bannt. Dieses faszinierende Pulsieren lst sich in berirdisch elegischen Cantilenen auf. Und neben aller Erhabenheit funkelt auch die Leichtigkeit eines Scherzos. Herb sei die Tragische Ouvertre, aber nie grlich auf diesen Nenner brachte es der berhmte zeitgenssische Kritiker Eduard Hanslick. Das damalige Publikum hrte in dem heroischen Charakter Anklnge an Beethovens dritte Sinfonie, die Eroica, heraus.

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Klavierkonzert Nr. 1 g-moll opus 25

Ein schnell hingeworfenes Ding nannte Mendelssohn sein erstes Klavierkonzert, das er 1831 der Pianistin Delphine von Schauroth widmete, mit der er eine Romanze hatte. Uraufgefhrt wurde das Werk in Anwesenheit des Knigs Ludwig I. in Mnchen anlsslich eines Benefizkonzertes fr die Armengesellschaft.

Gestern ist denn nun mein Concert gewesen, und brillanter und vergngter ausgefallen, als ich erwartet hatte. [...] Es waren gegen 1100 Menschen drin, und so knnen die Armen zufrieden sein.

Die Stze des von Carl Maria von Weber inspirierten Konzerts gehen ineinander ber, kleine Blechblsermotive verklammern die Teile.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es Dur (Rheinische)

Schumann schrieb seine letzte Sinfonie (nach der vierten!) im Herbst 1850, nachdem er mit seiner Familie von Dresden nach Dsseldorf umgezogen war. Dort trat er als stdtischer Musikdirektor eine neue Stelle an und wurde enthusiastisch empfangen. Das Konzertdirektorium erwartete ihn am Bahnhof. Die Hotelzimmer waren mit Blumen geschmckt, eine Liedertafel brachte ein Stndchen und am folgenden Sonntag wurde er offiziell in einem groen Festakt willkommen geheien. Soviel Sympathie lste einen Kreativittsschub aus; Schumann schrieb, geistig und krperlich vital, in Rekordzeit von einem Monat die Sinfonie komplett nieder. Er selbst uerte sich ber diesen Schaffensrausch: Wer berhaupt was machen kann, mu es schnell machen knnen, und je schneller, desto besser. Der Gedankenflug und Ideengang ist wahrer und natrlicher, als bei langer Reflexion. Die Rheinische Musikzeitung fasste den Eindruck zusammen, den das Publikum der Urauffhrung hatte: Die Stck sei ein Stck rheinischen Lebens in frischer Heiterkeit. Daraus erklrt sich der sptere Beiname die Rheinische.

Der Anfang des ersten Satzes sprht schon von Energie: Im Dreivierteltakt, hemiolisch von einem Zweiertakt berlagert, setzt das Hauptthema mit lebhaften Intervallsprngen ein. Die sonst bliche langsame Einleitung ist wegelassen, sofort geht es zur Sache. Der zweite Satz (Scherzo) ist nicht das bliche rasche ganztaktige Stck, sondern ein gemtlich wogender Lndler. Der dritte ist ein Intermezzo, ein intimes Andantino mit drei Themen in unterschiedlicher Instrumentierung. berraschend und ganz gegen die Konventionen ist vor dem Finale ein vierter Satz (Feierlich) eingeschoben. Ursprnglich hatte Schumann die Anweisung im Charakter der Begleitung einer feierlichen Ceremonie hinzugefgt. Dies weist auf seinen Besuch im noch unfertigen Klner Dom hin, dem monumentalen Symbol fr die deutsche Einheit. Schumann wollte diesen Hinweis auf den religisen Charakter den Hrern vorenthalten mit der Begrndung:

Man muss den Leuten nicht das Herz zeigen, ein allgemeiner Eindruck des Kunstwerkes tut ihnen besser, sie stellen dann wenigstens keine verkehrten Vergleiche an.

Hier treten zum ersten Mal Posaunen in Erscheinung, die traditionell mit sakraler Musik assoziiert werden. Sie intonieren das choralartige, archaische Thema. Das Finale greift schlielich nach drei langsamen Stzen den Schwung des ersten Satzes wieder auf mit leichtfiger und markanter Rhythmik. Man hat Schumann Nachlssigkeit in der Instrumentation vorgeworfen, zum Beispiel zahlreiche Verdopplungen der Streicher durch die Holzblser, in den Flten sogar permanent in Oktavierung. Das erklrt sich aber eher durch die technisch und zahlenmig schwachen Streicher in seinem Dsseldorfer Orchester. Auerdem liebte Schumann den Klang Beethovens, Schuberts und Mendelssohns mehr als den der Wagner-Zeitgenossen, die seiner Sinfonie spter eine andere Orchestrierung verpassten. Der helle Klang der Rheinischen verfehlt auch heute seine Wirkung nicht.

Der Erfolg beim Publikum war gro, und bis heute gehrt die dritte Sinfonie zu den zentralen Werken der Orchesterliteratur. Das Eingangsthema ist die Erkennungsmelodie der Nachrichtensendung Hier und Heute im WDR. Das zeigt, wie verwurzelt diese Musik in der Region ist: Die Rheinische wird dort als die inoffizielle Hymne des Rheinlandes angesehen.

Ulrich Kernen



Bilderarchiv




Werbung


Wir suchen:
- interessierte Mitspieler, die ein Orchesterinstrument spielen!

Interesse?

Wichtiger Hinweis: Wegen des Corona-Virus gilt folgender geänderter Probenplan:
Nach den Sommerferien (ab 15.9.) proben wir immer dienstags 19:30-22:00 im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses in der Hermannstraße, Plochingen. Der Probentag ist für den 26.9. 10:00-17:00 geplant, Hauptprobe am 6.10. 19:00-22:00 und die Generalprobe am 10.10. 10:00-14:00 Uhr.





 
Kammerorchester Plochingen
Haftungsausschluss