Kammerorchester Plochigen
Startseite  ·  Aktuelles  ·  Geschichte  
Hauptmenü
· Startseite
· Aktuelles
· Orchester
· Dirigent
· Konzertmeister
· Geschichte

· Termine
· Pressemitteilungen
· Konzerte
· Bildergalerie

· Impressum
· Datenschutz

· Kontakt

nächste Veranstaltung
Zum nächsten Konzert am Sonntag, 14.10.2018 um 18 Uhr möchten wir herzlich einladen! Zur Aufführung kommen diesmal unter anderem das Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart.


Besucher:
GOWEBCounter by INLINE

Das Konzert vom Sonntag, 17. März 2013 um 19:30 in der Stadthalle Plochingen:

Aus den "Plochinger Nachrichten": Die Konzertkritik aus der Esslinger Zeitung vom 19.3.2013:





Jonathan Sum wurde 1985 in VS-Schwenningen geboren. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er bereits im Alter von vier Jahren bei Birgit Helber an der Musikschule Trossingen. Bereits im Alter von neun Jahren trat er erstmals als Solist mit dem Trossinger Kammerorchester auf, als er Haydns Klavierkonzert D-Dur (Hob.XVIII) in mehreren Konzerten zur Aufführung brachte. Mehrfach ging er als erster Preisträger aus dem Wettbewerb „Jugend Musiziert“ hervor, an dem er sowohl solistisch als auch in den unterschiedlichsten kammermusikalischen Besetzungen teilnahm. Mit zwölf Jahren wurde er als Jungstudent an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Hartmut Schneider aufgenommen, um auf das spätere Musikstudium vorbereitet zu werden. 2005 begann er dann an der Musikhochschule Stuttgart zunächst ein Schulmusikstudium bei Karl-Wilhelm Berger, 2008 folgte zusätzlich noch ein künstlerisches Klavier-Studium mit den Schwerpunkten Kammermusik und Liedbegleitung bei Prof. Péter Nagy und Prof. Cornelis Witthoeft. Besonderer Studienschwerpunkt waren außerdem die Klaviersonaten Carl Maria von Webers in Form einer Studioaufnahme aller vier Sonaten und einer wissenschaftlichen Staatsexamensarbeit. 2012 schloss er beide Studiengänge mit Bestnote ab. Bereits während des Studiums unterrichtete er im Rahmen eines Tutorats Klavier an der Musikhochschule Stuttgart und führt seine Lehrtätigkeit auch außerhalb der Hochschule weiter. Jonathan Sum ist ein gefragter Korrepetitor von Instrumental- und Gesangssolisten sowie Chören für Konzerte, Wettbewerbe und Aufnahmen. Seine rege Konzerttätigkeit umfasst sowohl solistische Auftritte als auch Konzerte mit seinen verschiedenen kammermusikalischen Ensembles.

Zum Programm:

Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre opus 81 d-moll

Das Werk entstand 1880 bei einem Sommeraufenthalt in Bad Ischl parallel zur heiteren Akademischen Festouvertüre. Sie ist nicht auf ein bestimmtes Theaterstück gemünzt, denn Brahms wollte jegliche enge inhaltliche Festlegung vermeiden. So steht sie für das Tragische an sich: das Erstreben eines hohen Ziels, welches in verhängnisvollem Scheitern endet. Im Gesamtwerk des Komponisten steht die Ouvertüre zwischen der zweiten und der dritten Sinfonie. Demgemäß finden sich in ihrer dichten Struktur sinfonische Elemente: der Schwung eines Eröffnungssatzes, ein Trauermarsch, der das Entsetzen über den Tod in gemessenem Voranschreiten bannt. Dieses faszinierende Pulsieren löst sich in überirdisch elegischen Cantilenen auf. Und neben aller Erhabenheit funkelt auch die Leichtigkeit eines Scherzos. „Herb“ sei die Tragische Ouvertüre, aber nie „gräßlich“ – auf diesen Nenner brachte es der berühmte zeitgenössische Kritiker Eduard Hanslick. Das damalige Publikum hörte in dem heroischen Charakter Anklänge an Beethovens dritte Sinfonie, die „Eroica“, heraus.

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Klavierkonzert Nr. 1 g-moll opus 25

„Ein schnell hingeworfenes Ding“ nannte Mendelssohn sein erstes Klavierkonzert, das er 1831 der Pianistin Delphine von Schauroth widmete, mit der er eine Romanze hatte. Uraufgeführt wurde das Werk in Anwesenheit des Königs Ludwig I. in München anlässlich eines Benefizkonzertes für die „Armengesellschaft“.

„Gestern ist denn nun mein Concert gewesen, und brillanter und vergnügter ausgefallen, als ich erwartet hatte. [...] Es waren gegen 1100 Menschen drin, und so können die Armen zufrieden sein.“

Die Sätze des von Carl Maria von Weber inspirierten Konzerts gehen ineinander über, kleine Blechbläsermotive verklammern die Teile.

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es –Dur („Rheinische“)

Schumann schrieb seine letzte Sinfonie (nach der vierten!) im Herbst 1850, nachdem er mit seiner Familie von Dresden nach Düsseldorf umgezogen war. Dort trat er als städtischer Musikdirektor eine neue Stelle an und wurde enthusiastisch empfangen. Das Konzertdirektorium erwartete ihn am Bahnhof. Die Hotelzimmer waren mit Blumen geschmückt, eine Liedertafel brachte ein Ständchen und am folgenden Sonntag wurde er offiziell in einem großen Festakt willkommen geheißen. Soviel Sympathie löste einen Kreativitätsschub aus; Schumann schrieb, geistig und körperlich vital, in Rekordzeit von einem Monat die Sinfonie komplett nieder. Er selbst äußerte sich über diesen Schaffensrausch: „Wer überhaupt was machen kann, muß es schnell machen können, und je schneller, desto besser. Der Gedankenflug und Ideengang ist wahrer und natürlicher, als bei langer Reflexion.“ Die Rheinische Musikzeitung fasste den Eindruck zusammen, den das Publikum der Uraufführung hatte: Die Stück sei „ein Stück rheinischen Lebens in frischer Heiterkeit“. Daraus erklärt sich der spätere Beiname „die Rheinische“.

Der Anfang des ersten Satzes sprüht schon von Energie: Im Dreivierteltakt, hemiolisch von einem Zweiertakt überlagert, setzt das Hauptthema mit lebhaften Intervallsprüngen ein. Die sonst übliche langsame Einleitung ist wegelassen, sofort geht es zur Sache. Der zweite Satz (Scherzo) ist nicht das übliche rasche ganztaktige Stück, sondern ein gemütlich wogender Ländler. Der dritte ist ein Intermezzo, ein intimes Andantino mit drei Themen in unterschiedlicher Instrumentierung. Überraschend und ganz gegen die Konventionen ist vor dem Finale ein vierter Satz („Feierlich) eingeschoben. Ursprünglich hatte Schumann die Anweisung „im Charakter der Begleitung einer feierlichen Ceremonie“ hinzugefügt. Dies weist auf seinen Besuch im noch unfertigen Kölner Dom hin, dem monumentalen Symbol für die deutsche Einheit. Schumann wollte diesen Hinweis auf den religiösen Charakter den Hörern vorenthalten mit der Begründung:

„Man muss den Leuten nicht das Herz zeigen, ein allgemeiner Eindruck des Kunstwerkes tut ihnen besser, sie stellen dann wenigstens keine verkehrten Vergleiche an.“

Hier treten zum ersten Mal Posaunen in Erscheinung, die traditionell mit sakraler Musik assoziiert werden. Sie intonieren das choralartige, archaische Thema. Das Finale greift schließlich nach drei langsamen Sätzen den Schwung des ersten Satzes wieder auf mit leichtfüßiger und markanter Rhythmik. Man hat Schumann Nachlässigkeit in der Instrumentation vorgeworfen, zum Beispiel zahlreiche Verdopplungen der Streicher durch die Holzbläser, in den Flöten sogar permanent in Oktavierung. Das erklärt sich aber eher durch die technisch und zahlenmäßig schwachen Streicher in seinem Düsseldorfer Orchester. Außerdem liebte Schumann den Klang Beethovens, Schuberts und Mendelssohns mehr als den der Wagner-Zeitgenossen, die seiner Sinfonie später eine andere Orchestrierung verpassten. Der helle Klang der „Rheinischen“ verfehlt auch heute seine Wirkung nicht.

Der Erfolg beim Publikum war groß, und bis heute gehört die dritte Sinfonie zu den zentralen Werken der Orchesterliteratur. Das Eingangsthema ist die Erkennungsmelodie der Nachrichtensendung „Hier und Heute“ im WDR. Das zeigt, wie verwurzelt diese Musik in der Region ist: Die „Rheinische“ wird dort als die „inoffizielle Hymne des Rheinlandes“ angesehen.

Ulrich Kernen



Bilderarchiv




Werbung


Wir suchen:
- interessierte Mitspieler, die ein Orchesterinstrument spielen!

Interesse? Wir proben immer dienstags 20:00-22:00 im Musiksaal des Gymnasiums Plochingen. Termin der ersten Probe für das nächste Projekt: 10.4.2018. Sie können sich jederzeit melden.
Probenplan des laufenden Projekts





 
© Kammerorchester Plochingen
Haftungsausschluss